Aktueller Hinweis: Die Förderkonditionen in der BEG-Förderung werden weiter angepasst. Zum 1.1.2023 wird es Änderungen in Sanierungsförderung BEG WG und BEG NWG geben. Bestätigungen zu Förderanträgen können in der Zeit vom 15.-31.12.22 nicht ausgestellt werden. Die Gesaltung der Neubauförderung wurde an das BMWSB übergeben und wird vorraussichtlich zum 1.3.2023. Ab 1.1.2023 sind für Berechnungen von EH/EG-Standards nach DIN V 18599 durchzuführen.

Durch die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) werden seit Juli 2021 die bisherigen Förderprogramme vereinfacht und zusammengefasst. Dafür wurden Richtlinien und technische Mindestanforderungen (aktueller Stand 21.9.2022) im Bundesanzeiger veröffentlicht. Die Förderung kann in der Regel teilweise als Zuschuss oder Kredit mit Zuschuss in Anspruch genommen werden:

Bundesförderung für effiziente Gebäude

Förderanträge sind stets vor Abschluss eine Leistungsvertrages für die geförderten Maßnahmen zu stellen. Planungs- und Beratungsleistungen dürfen vor Antragstellung ausgeführt werden. Eigenleistungen werden in der BEG nicht mehr gefördert, es kann jedoch eigenes Material durch einen Fachunternehmer verbaut werden.

Wohngebäude Effizienzhaus (BEG WG)

In diesem Teilprogramm der Bundesförderung für effiziente Gebäude wird der Neubau und die Modernisierung von Wohngebäuden mit »Effizienzhaus-Standards gefördert.

Nachweise zum Effizienzhaus sollen ausschließlich nach den Regeln des »Gebäudeenergiegesetzes (GEG) geführt werden.

Folgende Effizienzhaus-Standards werden im Neubau gefördert (Prozentsätze der Zuschüsse):

Gefördert werden folgende Effizienzhaus-Standards im Bestand:

Standard Tilgungszuschuss
(nur Kredit)
Zuschuss bzw. Tilungszuschuss
(»kommunale Antragsteller)
Effizienzhaus Denkmal 5 % 20 %
Effizienzhaus Denkmal EE 10 % 25 %
Effizienzhaus 85 5 % 25 %
Effizienzhaus 85 EE 10 % 30 %
Effizienzhaus 70 10 % 25 %
Effizienzhaus 70 EE 15 % 30 %
Effizienzhaus 55 15 % 30 %
Effizienzhaus 55 EE 20 % 35 %
Effizienzhaus 40 20 % 35 %
Effizienzhaus 40 EE 25 % 40 %

 

Die neuen »Klassen EE werden erreicht, wenn mind. 55 Prozent (ab 1.1.23 voraussichtlich 65%) des Wärme-, Kälteenergiebedarfs des Gebäudes aus erneuerbaren Energien stammt und (voraussichtlich ab 1.1.2023) eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung eingebaut ist. Gebäude mit dem Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude (QNG) werden in die »Klassen NH eingeordnet. Das »Effizienzhaus 40 Plus wird zur Zeit nicht gefördert. Gasbetriebene Anlagen werden nicht mehr gefördert. Die Kosten von PV-Anlagen (einschl. Speicherlösungen) können vorraussichtlich ab 1.1.2023 nicht mehr berücksichtigt werden.

Die maximalen förderfähigen Kosten betragen 120.000 € pro Wohneinheit, für die Klassen EE erhöhen sich die förderfähigen Kosten im Bestand auf 150.000 € pro Wohneinheit.

Für »Worst Performing Buildings (WPB) wird ein Bonus von 5% (ab 1.1.2023 voraussichtlich 10%) gewährt, wenn diese zu einem Effizienzhaus EH 40 oder EH 55 saniert werden.

Für die Baubegleitung wird ein Zuschuß in Höhe von 50% bis zu förderfähigen Kosten von max. 10.000 € bei Ein- und Zweifamilienhäusern und max. 4.000 € pro Wohneinheit bei Mehrfamilienhäusern (max. jedoch 40.000 €).

Förderanträge können bei der »KfW gestellt werden:

  • BEG Wohngebäude - Kreditprogramm Effizienzhaus (KfW Programm 261)
  • BEG Wohngebäude - Zuschussprogramm Effizienzhaus (KfW Programm 461)

Nichtwohngebäude Effizienzgebäude (BEG NWG)

In diesem Teilprogramm der Bundesförderung für effiziente Gebäude wird der Neubau und die Modernisierung von Nichtwohngebäuden mit »Effizienzgebäude-Standards gefördert.

Nachweise zum Effizienzgebäude sollen ausschließlich nach den Regeln des »Gebäudeenergiegesetzes (GEG) geführt werden.

Folgende Effizienzgebäude-Standards werden im Neubau gefördert:

Gefördert werden folgende Effizienzgebäude-Standards im Bestand:

Gefördert werden folgende Effizienzhaus-Standards im Bestand:

Standard Tilgungszuschuss
(nur Kredit)
Zuschuss bzw. Tilungszuschuss
(»kommunale Antragsteller)
Effizienzgebäude Denkmal 5 % 20 %
Effizienzgebäude Denkmal EE 10 % 25 %
Effizienzgebäude 70 10 % 25 %
Effizienzgebäude 70 EE 15 % 30 %
Effizienzgebäude 55 15 % 30 %
Effizienzgebäude 55 EE 20 % 35 %
Effizienzgebäude 40 20 % 35 %
Effizienzgebäude 40 EE 25 % 40 %

 

Die neuen »Klassen EE werden erreicht, wenn mind. 55 Prozent (ab 1.1.2023 voraussichtlich 65%) des Wärme-, Kälteenergiebedarfs des Gebäudes aus erneuerbaren Energien stammt und (voraussichtlich ab 1.1.2023) eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung eingebaut ist. Gebäude mit dem Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude (QNG) werden in die »Klassen NH eingeordnet. Gasbetriebene Anlagen werden nicht mehr gefördert. Die Kosten von PV-Anlagen (einschl. Speicherlösungen) können vorraussichtlich ab 1.1.2023 nicht mehr berücksichtigt werden.

Die maximalen förderfähigen Kosten betragen max. 2.000 € pro m² beheizte Nettogrundfläche, jedoch max. 10 Mio. € pro Vorhaben.

Für »Worst Performing Buildings (WPB) wird ein Bonus von 5% (ab 1.1.2023 voraussichtlich 10%) gewährt, wenn diese zu einem Effizienzhaus EG 40 oder EG 55 saniert werden.

Für die Baubegleitung wird ein Zuschuß in Höhe von 50% bis zu förderfähigen Kosten von max. 10 €/m² Nettogrundfläche und 40.000 € pro Vorhaben gezahlt. Bei einer Nachhaltigkeitszertifizierung kann für die Nachhaltigkeitszertifizierung noch einmal die gleiche Summe wie für die Baubegleitung beantragt werden.

Förderanträge können bei der »KfW gestellt werden:

  • BEG Nichtwohngebäude - Kreditprogramm Effizienzgebäude (KfW Programm 263)
  • BEG Nichtwohngebäude - Zuschussprogramm Effizienzgebäude (KfW Programm 463)

Einzelmaßnahmen Wohngebäude/Nichtwohngebäude (BEG EM)

In diesem Teilprogramm der Bundesförderung für effiziente Gebäude werden Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle und der Anlagentechnik von Bestandsgebäuden (Wohngebäude und Nichtwohngebäude) durch Zuschüsse gefördert.

Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle:

  • Dämmung der Gebäudehülle (Außenwände, Dachflächen, Geschossdecken, Bodenflächen)
  • Erneuerung von Fenstern, Außentüren, -toren
  • Sommerlicher Wärmeschutz mit optimaler Tageslichtversorgung

Maßnahmen an der Anlagentechnik:

  • Einbau von effizienten Wärmeerzeugern (Austauschprämie für Ölheizungen, Gas-Brennwertheizungen "Renewable Ready", Gas-Hybrid-Heizungen, Sollarkollektoranlagen, Biomasseheizungen, Wärmepumpen, innovative Heizungstechik auf der Basis erneuerbarer Energien, Erneuerbare Energien-Hybridheizungen [EE-Hybride])
  • Anschluss an Wärmenetze mit erneuerbaren Energien (Mindestanteil 25%) und Aufbau entsprechender Netze
  • Maßnahmen zur Visualisierung des Ertrags Erneuerbarer Energien
  • Heizungsoptimierung (nur für Wohngebäude bis 5 WE oder Nichtwohngebäude bis 1.000 m²)
  • Einbau, Erneuerung und Optimierung raumlufttechnischer Anlagen mit Wärme- / Kälterückgewinnung
  • Einbau digitaler System zur Betriebs- und Verbrauchsoptimierung (Efficiency Smart Home)
  • Kältetechnik zur Raumkühlung (nur Nichtwohngebäude)
  • Einbau effizienter Beleuchtungssysteme (nur Nichtwohngebäude)

Für alle geförderten Maßnahmen sind technische Mindestanforderungen zu erfüllen, die in der Regel über die Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes hinaus gehen.

Die maximalen förderfähigen Investitions-Kosten betragen 60.000 € pro Wohneinheit bzw. 1.000 €/m² NGF, jedoch max. 600.000 € pro Wohngebäude und max. 5 Mio. € bei Nichtwohngebäuden. Es wird ein Zuschuss in Höhe von 15 % der förderfähigen Kosten gewährt.

Für folgende Maßnahmen werden höhere Zuschüsse gewährt:

  • Solarkollektoranlagen: Zuschuss 25 %
  • Biomasseheizungen: Zuschuss 10 %
  • Erneuerbare Energien Hybridheizungen [EE-Hybride] ohne Einbindung einer Biomasseheizung: Zuschuss 25%
  • Erneuerbare Energien Hybridheizungen [EE-Hybride] mit Einbindung einer Biomasseheizung: Zuschuss 20%
  • Wärmepumpen: Zuschuss 25 % | zusätzlicher Bonus 5 %, wenn als Wärmequelle Wasser, Erdreich oder Abwasser erschlossen wird
  • innovative Heizungstechnik auf der Basis erneuerbarer Energien: Zuschuss 25%
  • Errichtung, Erweiterung und Umbau von Gebäudenetzen und Anschluss an Gebäude- oder Wärmenetze [EE-Anteil mit mind. 55%]: Zuschuss 25%

Für den Austausch von Öl-, Kohle- und Nachtspeicherheizungen, mind. 20 Jahre alte Gasheizungen und Gasetagenheizungen (unabhängig vom Alter) wird ein Heizungs-Tausch-Bonus von zusätzlich 10 % gewährt. Voraussetzung ist, dass das Gebäude nicht mehr mit fossilen Brennstoffen beheizt wird.

Für die Umsetzung von baulichen Maßnahmen (nicht für Anlagentechnik) aus einem individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) wird ein Bonus von zusätzlich 5 % gewährt.

Außerdem wird die Fachplanung und Baubegleitung mit einem Zuschuss von 50% (max. förderfähige Kosten: 5.000 € bei 1-2 Familienhäusern bzw. 2.000 €/WE bei MFH und 5 €/m² bei NWG, jedoch max. 20.000 €) gefördert.

Für alle Maßnahmen ist eine Baubegleitung durch eingetrage Energie-Effizienz-Experten (bei der Heizungserneuerung- und optimierung ist die Bestätigung des Fachunternehmers ausreichend) notwendig.

Förderanträge können beim »BAFA (Zuschuss) gestellt werden:

  • BEG Wohngebäude/Nichtwohngebäude - Zuschuss Einzelmaßnahmen (BAFA)

Alternativ zur Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) kann für selbstgenutzte Wohngebäude/Eigentumswohnungen eine »steuerliche Förderung in Anspruch genommen werden.

Bundesförderung für Energieberatung

Auch die Energieberatung wird ab 2021 bundeseinheitlich gefördert. Für Wohngebäude (»Energieberatung für Wohngebäude - EBW) wird die Aufstellung eines individuellen Sanierungsfahrplanes (iSFP) mit einem Zuschuss in Höhe von 80% (max. 1.300 € bei Ein- und Zweifamilienhäusern, max. 1.700 € bei Mehrfamilienhäusern) gefördert.

Die Bundesförderung der »Energieberatung für Nichtwohngebäude (EBN) ist seit 2021 neu geregelt und wird über 3 Module gefördert:

  • Modul 1: Energieaudit DIN EN 16247
  • Modul 2: Energieberatung DIN V 18599
  • Modul 3: Contracting-Orientierungsberatung

Förderanträge können beim »BAFA gestellt werden.

Ergänzende Förderprogramme

Ergänzend zur Bundesförderung stehen bei der »KfW und beim »BAFA weitere Förderprogramm zur Verfügung.

Programme für Eigentümer und zukünftige Eigentümer von Wohnimmobilien:

  • Baukindergeld (KfW Programm 424) - nur bis 31.12.2022
  • Altersgerecht Umbauen (KfW Programm 159)
  • Barrierereduzierung (KfW Programm 455-B)
  • Einbruchschutz (KfW Programm 455-E)

Programme zur Förderung erneuerbarer Energien und Energieeffizienz:

  • Erneuerbare Energien Standard (KfW Programm 270)
  • Erneuerbare Energien Premium (KfW Programm 271/281)
  • Zuschuss Brennstoffzelle (KfW Programm 433)
  • BAFA-Förderung Energieeffizienz (Elektromobilität, E-Lastenfahrräder, Einsparzähler, Heizungslabel, Kälte- und Klimaanlagen, KWK, RLT-Anlagen, Serielles Sanieren, Wärmenetze)
    » BAFA-Förderung Energieeffizienz

Programme zur Förderung von Unternehmen:

  • Energieeffizienz in der Produktion (KfW Programm 292)
  • Klimaschutzoffensive für den Mittelstand (KfW Programm 293)
  • Bundesförderung für Energieeffizienz in der Wirtschaft (KfW Programm 295)
  • Ladestationen für Elektrofahrzeuge - Unternehmen (KfW-Programm 441)

Förderprogramme im Land Berlin:

Weblinks

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