Im Rahmen der ab 2021 eingeführten Bundesförderung effiziente Gebäude (BEG) werden die aus der KfW-Förderung bekannten Effizienzhausstandards weitergeführt und ergänzt. Auf dieser Seite sind die wichtigsten Anforderungen zusammengestellt.

Effizienzhaus (Wohngebäude)

Hinweis: Im Rahmen des geplanten »Klimaschutz Sofortprogramms 2022 der Bundesregierung ist vorgesehen, die Effizienzhausklassen EH 85 und EH 100 zu streichen! Für Neubauten soll ab 2023 der Standard EH 55 und ab 2025 der Standard EH 40 als Mindeststandard eingeführt werden. Diese Standards wären ab diesem Zeitpunkt ebenfalls nicht mehr förderfähig.

Effizienzhäuser sind Wohngebäude mit einem in Bezug auf das Referenzgebäude des GEG abweichenden Standard.

Folgende Effizienzhausklassen werden im Neubau gefördert:

Standard EH 40 Plus EH 40 EH 55
Qp in % von Qp,Ref 40 % 40 % 55 %
H'T in % von H'T,Ref 55 % 55 % 70 %
EE-Klasse EE EE EE
NH-Klasse - NH NH
PLUS-Klasse PLUS - -

Im Gebäudebestand werden folgende Effizienzhausklassen gefördert:

Standard EH 40 EH 55 EH 70 EH 85 EH 100 EH Denkmal
Qp in % von Qp,Ref 40 % 55 % 70 % 85 % 100 % 160 %
H'T in % von H'T,Ref 55 % 70 % 85 % 100 % 115 % -
EE-Klasse EE EE EE EE EE EE

Qp ist dabei der jährliche Primärenergiebedarf nach GEG des geplanten Gebäudes, Qp,Ref der Primärenergiebedarf des Referenzgebäudes nach Anlage 1 GEG. H'T ist der spezifische Transmissionswärmetransferkoeffizient nach § 16 GEG, H'T,Ref der spez. Transmissionswärmetransferkoeffizient des Referenzgebäudes nach Anlage 1 GEG. Zusätzlich können alternativ die EE-, NH- oder PLUS-Klasse gefördert werden.

Effizienzgebäude (Nichtwohngebäude)

Hinweis: Im Rahmen des geplanten »Klimaschutz Sofortprogramms 2022 der Bundesregierung ist vorgesehen, die Effizienzgebäudeklasse EG 100 zu streichen! Für Neubauten soll ab 2023 der Standard EG 55 und ab 2025 der Standard EG 40 als Mindeststandard eingeführt werden. Diese Standards wären ab diesem Zeitpunkt ebenfalls nicht mehr förderfähig.

Effizienzgebäude sind Nichtwohngebäude mit einem in Bezug auf das Referenzgebäude des GEG abweichenden Standard.

Folgende Effizienzgebäudeklassen werden im Neubau gefördert:

Standard EG 40 EG 55
Qp in % von Qp,Ref 40 % 55 %
EE-Klasse EE EE
NH-Klasse NH NH
Maximale mittlere U-Werte für Zonen mit θ ≥ 19 °C
Uopak in W/(m²K) 0,18 0,22
Utransprent/vorhang in W/(m²K) 1,0 1,2
Ulicht in W/(m²K) 1,6 2,0
Maximale mittlere U-Werte für Zonen mit 12 °C ≤ θ ≤ 19 °C
Uopakt in W/(m²K) 0,24 0,28
Uopakt in W/(m²K) 1,3 1,5
Uopakt in W/(m²K) 2,0 2,5

Im Gebäudebestand werden folgende Effizienzgebäudeklassen gefördert:

Standard EG 40 EG 55 EG 70 EG 100 EG Denkmal
Qp in % von Qp,Ref 40 % 55 % 70 % 100 % 160 %
EE-Klasse EE EE EE EE EE
NH-Klasse NH NH NH NH NH
Maximale mittlere U-Werte für Zonen mit θ ≥ 19 °C
Uopak in W/(m²K) 0,18 0,22 0,26 0,34 -
Utransprent/vorhang in W/(m²K) 1,0 1,2 1,4 1,8 -
Ulicht in W/(m²K) 1,6 2,0 2,4 3,0 -
Maximale mittlere U-Werte für Zonen mit 12 °C ≤ θ ≤ 19 °C
Uopakt in W/(m²K) 0,24 0,28 0,32 0,4 -
Uopakt in W/(m²K) 1,3 1,5 1,7 2,2 -
Uopakt in W/(m²K) 2,0 2,5 2,8 3,6 -

Qp ist dabei der jährliche Primärenergiebedarf nach GEG des geplanten Gebäudes, Qp,Ref der Primärenergiebedarf des Referenzgebäudes nach Anlage 1 GEG. Der mittlere U-Wert wird nach § 19 in Verbindung mit Anlage 3 GEG ermittelt. Zusätzlich können alternativ die EE- oder NH-Klasse gefördert werden.

EE-Klasse (Erneuerbare Energien)

Wird der Energiebedarf nach § 34 GEG mit mindestens 55% durch erneuerbare Energien gedeckt, kann ein Gebäude in der EE-Klasse gefördert werden. Folgende Arten von erneuerbaren Energien können angerechnet werden:

  • Solarthermie
  • Eigene Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien (PV bzw. Windkraft) zur Wärmeerzeugung (ausgenommen Stromdirektheizungen auf der Basis von Festkörperwärmespeichern)
  • Nutzung von Geothermie/Umweltwärme/Abwärme über eine Wärmepumpe
  • feste Biomasse
  • gasförmige Biomasse (gebäudenah erzeugt)
  • gasförmige Biomasse aus dem Erdgasnetz bei Verwendung in KWK-Anlagen
  • Wärmenetze mit einer Wärmeerzeugung mit einem Anteil von 55% erneuerbaren Energien entsprechend den vorherigen Punkten

Die Maßnahmen können kombiniert werden. Die vereinfachte Flächenformel (§ 35 GEG) kann nicht verwendet werden.

NH-Klasse (Nachhaltigkeitszertifikat)

Logo Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude (QNG)Für die Einstufung in die Klasse NH wird für Wohngebäude / Nichtwohngebäude gilt ab dem 1.7.2021 das »Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude (QNG) des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat. Richtilinien für die Zertifizierung werden auf dem Portal des BMI veröffentlich:

Für Wohngebäude werden bereits »Siegelvarianten angeboten, die über zertifizierte Systeme bestätigt werden.

Neubau von Wohngebäuden mit bis zu 5 Wohneinheiten, Version 2021 (QNG-KN21):

  • DGNB System Version 2013 (NKW13.2)
  • Bewertungssystem Nachhaltiger Kleinwohnungsbau (BNK_V1.0)

Neubau von Wohngebäude jeder Größe, Version 2021 (QNG-WN21):

  • DGNB System Version 2018 (NWO18)
  • Qualitätssiegel Nachhaltiger Wohnungsbau (NaWoh V3.1)

Für Nichtwohngebäude werden zur Zeit die Bewertungskriterien erarbeitet. Siegelvarianten stehen voraussichtlich ab 2022 zur Verfügung.

PLUS-Klasse (EH 40 PLUS)

Für Wohngebäude gibt es die zusätzliche Klasse Effizienzhaus 40 Plus. In dieser Klasse müssen zusätzliche zur Klasse EH 40 folgende Anforderungen erfüllt werden:

  • Installation einer stromerzeugenden Anlage auf der Basis erneuerbarer Energien (PV, Wind, KWK aus 100% erneuerbaren Energieträgern)
  • Installation eines stationären Batteriespeichersystems (Stromspeicher)
  • Installation einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung
  • Visualisierung des Strom- und Wärmeverbrauchs für jede Wohneinheit

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