Das Bundes-Klimaschutzgesetz (KSG) wurde Ende 2019 vom Bundestag beschlossen und im Dezember 2019 veröffentlicht. Gegenüber dem erklärten Ziel der Bundesregierung bis 2020 Treibhausgase (THG - EN: greenhouse gas GHG) von 40% gegenüber dem Basisjahr 1990 einzusparen, hinken die Zielvorgaben zwar etwa 2 Jahre zurück (Ziel für 2020 sind 35%, erst 2022 werden 40% als Ziel formuliert). Für das Jahr 2030 wird jedoch statt 55% ein Einsparziel von 57% angestrebt.

Das Bundes-Klimaschutzgesetz sieht nicht nur ein Gesamtziel vor, sondern enthält detaillierte Zielvorgaben für einzelne Sektoren. Diese Vorgaben sollen regelmäßig überprüft werden. Bis zum 30. Juni jeden Jahres sollen die Zielvorgaben des Vorjahres überprüft werden. Bei Überschreitung der Ziele müssen die jeweiligen Ministerien innerhalb von 3 Monaten ein Sofortprogramm vorlegen, dass die Einhaltung der Zielvorgaben sicherstellt.

Als Sektoren werden nach Anlage 1 des Gesetzes definiert:

1. Energiewirtschaft
2. Industrie
3. Gebäude
4. Verkehr
5. Landwirtschaft
6. Abfallwirtschaft und Sonstiges
7. Landnutzung, Landnutzungsänderung und Forstwirtschaft

Treibhausgas-Emissionen (THG-Emissionen) werden in der Regel als CO2-Äquivalente angegeben. Neben CO2 werden folgende Gruppen von Treibhausgasen betrachtet: CH4, N2O, HFC, PFC, SF6 und NF3. Diese weiteren THG machen aber nur 12-15% der gesamten THG-Emissionen aus. Betrachtet man die Entwicklung der THG-Emissionen ab 1990 fällt auf, dass die THG-Emissionen ständig zurückgehen.

Entwicklung der CO2-Emissionen in Deutschland

Seit etwa 5-10 Jahren werden Einsparungen aber lediglich im Bereich der Energiewirtschaft erzielt. In allen anderen Sektoren erhöhen sich die THG-Emissionen:

Entwicklung der CO2-Verbräuchen in einzelnen Sektoren

Für den Gebäudesektor sind ab 2016 höhere THG-Emissionen als in den Vorjahren feststellbar. Eine Trendwende ist bisher nicht festzustellen. Die Sanierungsrate bei der Gebäudesanierung verharrt seit Jahren bei etwa einem Prozent.

Da kaum zu erwarten ist, dass sich in den nächsten Jahren eine Trendwende einstellen wird, kann man vermutlich davon ausgehen, dass bereits das Ziel von 118 Mio. Tonnen CO2-Äquivalent für den Gebäudesektor im Jahr 2020 nicht erreicht wird. Um dann nicht in Panik zu verfallen, sollten die Akteure bereits heute einen Plan B vorbereiten.

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Für die Überprüfung der Maßnahmen soll das »Umweltbundesamt jeweils bis zum 15. März die Emissionsdaten des vorhergehenden Jahres ermitteln (§ 5). Die ersten Daten werden im März 2021 veröffentlicht. Zur Zeit lagen nur Daten bis zum Jahr 2017 vor.

Die Musterbauordnung (§ 15 MBO), sowie die Landesbauordnungen legen fest, dass Gebäude "einen ihrer Nutzung und den klimatischen Verhältnissen entsprechenden Wärmeschutz" haben müssen. Über die Liste der technischen Baubestimmungen wird die DIN 4108-2 [2013-02] als für den Nachweis maßgebliche Norm definiert.

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Nach der Verordnung (EU) Nr. 305/2011 vom 9.3.2011 zur Festlegung harmonisierter Bedingungen für die Vermarktung von Bauprodukten (EU-Bauproduktenverordnung - EU-BauPVO) müssen Hersteller von Bauprodukten, die einer harmonisierten technischen Spezifikation (hTS) entsprechen, seit dem 1.7.2013 eine Leistungserklärung (Declaration of performance - DoP) für jedes Bauprodukt vorlegen. Diese Leistungserklärung ist auch Basis für die CE-Kennzeichnung (Art. 8 EU-BauPVO). Die Ausführung in Deutschland regelt das Bauproduktengesetz (BauPG) vom 05.12.2012.

In der Praxis kursieren immer wieder sehr unterschiedliche Meinungen, wie Warmwasserleitungen (Verteilungsleitungen der Heizung oder der Trinkwarmwasserbereitung) nach der Energieeinsparverordnung (EnEV) fachgerecht zu dämmen sind. Die Regelung der EnEV wurde von der Heizanlagen-Verordnung (HeizAnlV) fast wörtlich übernommen und gilt seit etwa 1982!

Die Wärmeübertragung von Bauteilen, die im Erdreich liegen, ist in der Regel geringer, als von Bauteilen, die an die Außenluft grenzen. Deshalb gibt es besondere Regeln für die Berechnung der Wärmeübertragung dieser Bauteile. Grundsätzlich gibt es 2 verschiedene Nachweis-Methoden:

  • Berechnung des U-Wertes ohne Berücksichtigung des Erdreichs nach DIN EN ISO 6946 und Berücksichtigung der verringerten Transmissionswärmeverluste über Temperatur-Korrekturfaktoren (Fx-Faktoren) nach DIN V 4108-6 (Nr. 6.1.1.) oder nach DIN V 18599-2 [2011-12] bzw. [2016-10] (Nr. 6.1.4.2).
  • Detaillierter Nachweis zur Berücksichtigung der verringerten Wärmeübertragung von Bauteilen im Erdreich über eine detaillierte Berechnung nach DIN EN ISO 13370.

Eine Einflussgröße bei der Planung des sommerlichen Wärmeschutzes ist die wirksame Wärmespeicherfähigkeit (wirksame Wärmekapazität) der den Raum umgebenden opaken Bauteile. Zur Einschätzung der Wärmespeicherfähigkeit ist es allerdings wichtig, die Unterschiede zwischen den verschiedenen Berechnungsverfahren zu kennen.

ENEO - LogoMit dem Projekt ENEO unterstützt die Investitionsbank Berlin Eigentümer von Wohngebäuden bei der Energieberatung. Eigentümer können einen Berater aus dem Beraterpool des Projektes wählen und erhalten Zuschüsse in Höhe von 500 € bis zu 2.000 €, abhängig von der Größe des Projektes.

Alle pyhsikalischen Einheiten lassen sich auf wenige Basis-Einheiten zurückführen: m (Meter = Länge, Fläche, Volumen), kg (Kilogramm = Masse), s (Sekunden = Zeit), A (Ampere = Stromstärke,  K (Kelvin = thermodynamische Temperatur), mol (Mol = Stoffmenge) und cd (Candela = Lichtstärke). Hier werden die wichtigsten Einheiten und ihre Zusammenhänge für die Energieberatung kurz erklärt:

Die Energieeinsparverordnung (EnEV) gilt grundsätzlich auch für Baudenkmale. Allerdings gilt die Erhaltung der Denkmäler im Vergleich zur Energieeinsparung als das höherwertige Schutzziel. Deshalb gelten im Grundsatz die Anforderungen der EnEV nur, soweit diese mit den Anforderungen des Denkmalschutzes zu vereinbaren sind.

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