Lüftungs- (Raumlufttechnik RLT) und Klimaanlagen oder Raumkühlsysteme können nach DIN EN 16798-3 die folgenden Parameter beeinflussen:

  • thermisches Raumklima (Kühlung / Heizung)
  • Raumluftqualität (Filterung von Schadstoffen)
  • Raumluftfeuchte (Befeuchtung / Entfeuchtung)
  • Akustik im Raum

Für die Energieberatung von Gebäuden ist ein Abgleich zwischen Energiebedarfsberechnung und dem tatsächlichen Verbrauch notwendig, um sinnvolle Vorschläge zur Effizienzsteigerung des Energiebedarfs von Gebäuden machen zu können.

Die Berechnung der Lüftungswärmesenken nach DIN V 18599-2 orientiert sich an den bereits bekannten Berechnungsformeln der Lüftungswärmeverluste nach DIN EN 832 / DIN 4108-6. Jedoch werden die Lüftungswärmesenken wie folgt getrennt ermittelt:

  • QV,inf → Lüftungswärmesenken durch Infiltration von Außenluft
  • QV,win → Lüftungswärmesenken durch Fensterlüftung
  • QV,mech → Kälteeinträge durch mechanische Lüftungsanlagen
  • QV,z → Lüftungswärmesenken durch Luftaustausch von/zu anderen Zonen

In der DIN V 18599-10 [2011-12] sind Nutzungsrandbedingungen für verschiedene Nutzungen beschrieben. Leider gibt es nur wenige Hinweise zur konkreten Zuordnung der Nutzungsprofile zu den tatsächlichen Nutzungen. Mit der folgenden Tabelle werden die eigenen Erfahrungen bei der Zuordnung der Nutzungprofile beschrieben:

Mit der Einführung der DIN V 18599 ändert sich nicht nur die Berechnungsmethodik, sondern auch die Bezeichnung. Die folgende Konkordanz bietet eine Hilfe zum Umstieg auf die neue Norm.

Hinweis: Diese Liste wurde durch die Neuausgabe der DIN V 18599-10 [2011-12] verändert. Die aktuelle Liste finden Sie unter: »Nutzungsprofile nach DIN V 18599-10 [2011-12].

In der DIN V 18599-10 [2007-02] (einschl. Teil 100 [2009-10] Nr. 9) sind Nutzungsrandbedingungen für verschiedene Nutzungen beschrieben. Leider gibt es nur wenige Hinweise zur konkreten Zuordnung der Nutzungsprofile zu den tatsächlichen Nutzungen. Mit der folgenden Tabelle werden die eigenen Erfahrungen bei der Zuordnung der Nutzungprofile beschrieben:

Die DIN 18599-2 unterteilt die Wärmetransferkoeffizienten für Transmission nach:

  • Nr. 6.2.1: HT,D = Direkte Transmission nach außen
  • Nr. 6.2.2: HT,iu = Transmission durch unbeheizte oder ungekühlte Räume nach außen
  • Nr. 6.2.3: HT,iz = Transmission zu angrenzenden beheizten oder gekühlten Gebäudezonen
  • Nr. 6.2.4: HT,s = Transmission über das Erdreich

Flächen unterschiedlicher Nutzung, technischer Ausstattung oder Versorgung mit Tageslicht sind in Zonen zu unterteilen. Die Zonierung ist in DIN V 18599-1 unter Nr. 6 und in der Anlage 2 der EnEV beschrieben.

Eine Zone umfasst die Räume eines Gebäudes, die durch einheitliche Nutzungsanforderungen (Beheizung, Kühlung,  Belüftung, Befeuchtung, Trinkwarmwasser, Beleuchtung) bei gleichartigen Randbedingungen gekennzeichnet sind.  Räume, die mindestens eine Anforderung an die Koditionierung haben, gehören zu einer "konditionierten Zone".

Räume einer Zone müssen nicht physisch miteinander verbunden sein (sie können z.B. in unterschiedlichen Geschossen an unterschiedlichen Stellen im Gebäude liegen). Eine physische Grenze (Wand) zwischen zwei Zonen ist nicht notwendigerweise erforderlich.

Seit der Novelle der EnEV 2009 wird die Berechnung nach DIN V 18599 für alle Gebäude eingeführt. energie-m Energieberatung bietet auf den folgenden Seiten Hintergrundinformationen zu den Berechnungsmethoden und zur Anwendung dieser neuen Norm.

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies).